DYNAFIT-Athlet Andy Steindl sucht erneut die Herausforderung: Gemeinsam mit Martin Anthamatten will der Schweizer Ausnahmesportler alle sieben Viertausender des Aletschgebiets im Berner Oberland in unter 20 Stunden mit Tourenski besteigen. Ein technisch wie mental anspruchsvolles Speed-Projekt, das perfekte Verhältnisse und präzises Timing erfordert. Das Zeitfenster für den Start liegt Ende April.
Das Projekt: Berner Oberland Ski Express
Die Route zählt zu den anspruchsvollsten Skihochtouren der Alpen. Auf rund 70 Kilometern und etwa 7.200 Höhenmetern im Aufstieg und ca. 8.500 hm in der Abfahrt verbindet sie sieben Viertausender und führt dabei durch hochalpines, teils stark vergletschertes Gelände.
Start: Stollenausgang Jungfraujoch (ca. 3.360 m)
Ziel: Belalp (ca. 2.100 m)
Die geplante Linie führt über:
- Jungfrau (4.158 m)
- Mönch (4.110 m)
- Grosses Grünhorn (4.043 m)
- Grosses Fiescherhorn (4.049 m)
- Hinteres Fiescherhorn (4.025 m)
- Finsteraarhorn (4.274 m) – höchster Punkt der Tour
- Aletschhorn (4.194 m)
Die Tour erfordert ein sicheres und zügiges Fortbewegen auf langen Gletscherpassagen, exponierten Graten und steilen Flanken. Zu den Schlüsselstellen zählen insbesondere die langen, technisch komplexen Anstiege auf das Finsteraarhorn und Aletschhorn. Der Großteil der übrigen Gipfel wird in der Nacht bestiegen und befahren, wodurch die Schwierigkeit zusätzlich erhöht wird und sich besondere Anforderungen an Orientierung, Tempo und alpine Erfahrung ergeben.
Jeder dieser Gipfel stellt für sich bereits eine fordernde Tagesunternehmung für erfahrene Skitourengeher dar. Steindl und Anthamatten planen jedoch, alle Gipfel in einem durchgehenden Push mit nur minimalen Pausen zu absolvieren.
Der Rekordversuch: Eckdaten und Geschichte
Der geplante Start erfolgt um Mitternacht, das Ziel: die Belalp in unter 20 Stunden zu erreichen. Das Zeitfenster für den Versuch liegt zwischen dem 26. April und 6. Mai, abhängig von Schnee- und Wetterverhältnissen.
Der bisherige Referenzwert stammt aus dem Jahr 2015: Beni Hug und Tony Sbalbi benötigten rund 20 Stunden, stoppten ihre Zeit jedoch bereits am Aletschhorn. Der finale Abschnitt bis zur Belalp – rund 1.700 Höhenmeter Abstieg über die Südwestseite, den Oberaletschgletscher und die Oberaletschhütte – bleibt oft unterschätzt. Allein dafür benötigen klassische Seilschaften meist 5 bis 7 Stunden.
Gerade dieser lange, komplexe Schlussteil macht deutlich: Der Berner Oberland Ski Express entscheidet sich nicht nur im Aufstieg, sondern vor allem in der Ausdauer bis zum letzten Meter.
Über DYNAFIT-Athlet Andy Steindl
Andy Steindl, geboren am Fuße des Matterhorns, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für die Berge: Mit 14 Jahren stand er erstmals gemeinsam mit seinen Eltern auf dem Gipfel des Schweizer Wahrzeichens. Heute ist der 37-jährige staatlich geprüfte Berg- und Skiführer einer der prägenden Athleten im Skibergsteigen.
Bis 2018 war Andy Teil der Schweizer Nationalmannschaft, seit 2019 ist er als DYNAFIT-Athlet im hochalpinen Gelände unterwegs und immer auf der Suche nach neuen Bestzeiten. Zu seinen größten Erfolgen zählen der Speed-Rekord am Mont Blanc (2019), sein Rekordlauf am Matterhorn (unter 4 Stunden) sowie die Begehung aller vier Grate am Matterhorn an einem Tag. Im Juli 2024 stellte er zudem mit 7 Stunden und 45 Minuten einen neuen Rekord auf der Spaghetti-Runde auf und bestätigte damit einmal mehr seine außergewöhnliche Stärke in der Höhe.