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Ultra Running | 01.12.2017 | Harald Angerer von Auffi Muas I

Da stand ich also – an einem Samstagmorgen, mitten in Kals in Osttirol, bei Regen. Doch ich war nicht alleine, nein, mit mir standen dort hunderte andere trailbegeisterte Läuferinnen und Läufer und warteten auf den Startschuss. Wir hatten alle dasselbe Ziel vor Augen: Kaprun, auf der anderen Seite der Tauern. Unsere gemeinsame Mission: der Großglockner Ultra-Trail. Naja, nicht ganz. Ich hatte mich zum ersten Mal für die mittlere Strecke, den Kalser Tauern Trail, entschieden. Vor uns lagen 50 Kilometer und 2000 Höhenmeter.

Am Fuße des Glockners

Endlich fiel der Startschuss, es ging raus aus Kals und weiter Richtung Kalser Tauernhaus und Kalser Tauern. Die Forststraße schlängelte sich durch das Tal und es hörte auf zu regnen. Desto weiter wir ins Tal liefen, desto schmaler wurde der Weg bis wir schließlich auf traumhaften Trails den Kalser Tauern entgegenliefen. Doch so gemütlich sollte es nicht bleiben, denn der erste richtige Anstieg zu den Kalser Tauern hatte es in sich. Rhythmus finden, den Schritt halten und nur nicht stehen bleiben ist da meine Devise. Das funktionierte auch gut. Oben angekommen empfing uns ein Schneefeld. Der Regen hatte zwar aufgehört, aber ab und zu nieselte es und der Wind war recht stark. Also ging´s rasch Richtung Rudolfshütte. Dieser Bereich ist wirklich atemberaubend, auch wenn die Wolken noch keine Fernsicht zuließen, die Landschaft am Fuße des Glockners ist einfach atemberaubend. An der Labstelle galt es die Speicher wieder aufzufüllen, leider hatte ich etwas mit dem Magen zu kämpfen, aber die Labstation war so gut bestückt, da fand auch ich etwas. Zwei Dosen Cola, und schon ging´s wieder weiter auf einen weiteren spektakulären Abschnitt.

GGUT 110

110 Kilometer; 6.500 Höhenmeter

Wann: Freitag, 27. Juli 2018 in Kaprun

Großglockner Trail

75 Kilometer; 4.000 Höhenmeter

Wann: Samstag, 28. Juli 2018 in Kals am Großglockner

Weißsee Gletscherwelt Trail

30 Kilometer; 1.500 Höhenmeter

Wann: Samstag, 28. Juli 2018 an der Berghotel Rudolfshütte

Tipps zur Saisonvorbereitung

Der Downhill verlangte mir noch einmal alles ab und im Tal waren dann meine Oberschenkel schon ziemlich bedient. Aber hilft nix, ins Ziel ist es ja nicht mehr weit. Damit war der Kampf auf den letzten fünf Kilometer eröffnet. Fünf Kilometer will man meinen, was ist das schon? Tja, eine ganze Menge, wenn die Flasche leer ist. Aber die letzten zwei waren dann wieder unterhaltsam. Am Weg zum Ziel wurde ich immer wieder angefeuert und ich traf sogar einige Bekannte. Das motivierte für die letzten Kilometer. Dann wars endlich geschafft. Die Stimmung im Ziel war großartig und es wartete bereits, wie sollte es anders sein, ein kühles Cola auf mich.

Auch wenn der GGUT 2017 für mich eine größere Qual war als erhofft, die Magenprobleme zogen sich leider durch das Rennen, bleibt mir das Rennen mit seiner unglaublichen Landschaft und seiner coolen Strecke positiv in Erinnerung. Also GGUT, wir sehen uns wieder.

Der GGUT ist mit allen seine vier Strecken eine wirkliche Herausforderung, allerdings eine Atemberaubende. Nicht nur Ultra-Läufer kommen auf ihre Kosten, sondern auch geübte Einsteiger. Am 27. Juli 2018 ist es wieder soweit.

Das Kribbeln begann schön langsam und Minuten vor dem Start versuche ich immer etwas zur Ruhe zu kommen. Habe ich gut trainiert? Fühle ich mich wohl? Wie wird die Strecke werden? Doch aus dieser Vorbereitung werde ich plötzlich gerissen, als plötzlich die beiden Führenden der Ultra-Strecke, Klaus Gössweiner und Gerald „Sancho“ Fister an uns vorbeiliefen. Dann wars aus mit dem Abschalten, wir alle wollten los, beeindruckt von der Leistung der beiden Top-Athleten.

Von hier kannte ich die Strecke und ich wusste, dass mit dem Kaprunner Törl noch ein harter Anstieg ansteht. Der erste Teil ist noch laufbar, aber dann heißt es wieder runterdrehen und den steilen Anstieg zum Kaprunner Törl bewältigen. Hier sollte man noch Körner sparen, denn ab dem Törl steht einem ein langer Downhill bevor. Der führt runter zum Mooserboden Stausee über schöne, aber sehr enge Trails. Also bloß keinen Fehler machen, damit ich nicht umknicke. Am Mooserboden dann eine kleine Labe, und die hatten auch Cola. Das war wieder meine Rettung, denn Cola geht glücklicherweise immer und ich hatte wieder für einige Kilometer Kraft und die brauchte ich dann auch für den langen Downhill ins Tal. Und auch das Wetter ließ die Stimmung wieder besser werden, die Sonne kam raus und so konnte ich die Strecke entlang des zweiten Speichersees und dann ins Tal trotz der Anstrengung genießen.

Kalser Tauern Trail

50 Kilometer; 2.000 Höhenmeter

Wann: Samstag, 28. Juli 2018 in Kals am Großglockner

GGUT 110|2:

Der GGUT 110 als Zweierstaffel; Start in Kaprun

Wann: Freitag, 27. Juli 2018 in Kaprun

Anmeldung und weitere Infos unter www.ultratrail.at

GGUT 110 - 110 Kilometer; 6.500 Höhenmeter

Wann: Freitag, 27. Juli 2018 in Kaprun

 

Großglockner Trail - 75 Kilometer; 4.000 Höhenmeter

Wann: Samstag, 28. Juli 2018 in Kals am Großglockner

 

Kalser Tauern Trail - 50 Kilometer; 2.000 Höhenmeter

Wann: Samstag, 28. Juli 2018 in Kals am Großglockner

 

Weißsee Gletscherwelt Trail - 30 Kilometer; 1.500 Höhenmeter

Wann: Samstag, 28. Juli 2018 an der Berghotel Rudolfshütte

 

GGUT 110|2: Der GGUT 110 als Zweierstaffel; Start in Kaprun

Wann: Freitag, 27. Juli 2018 in Kaprun

 

Anmeldung und weitere Infos unter www.ultratrail.at

Cola geht immer!

Großglockner Ultratrail 2017

Großglockner Ultratrail 2017