• RSS Feed
  • Facebook
  • YouTube

Cho Oyu 2012

Neuigkeiten
09.10.12

Gipfelerfolg im Speedstil

Gipfelerfolg im Speedstil

 

Gipfelerfolg im Speedstil mit Skiabfahrt in 24 Stunden 

Für Benedikt Böhm hat sich am 30. September ein langjähriger Traum erfüllt. Nach 15 Stunden und 3.300 Höhenmetern im Aufstieg steht er am Gipfel des Manaslu (8.163 m). Seine Partner Sebastian Haag und Constantin Pade sind nach einer ebenfalls außergewöhnlichen Leistung kurz vor dem Gipfel umgekehrt.

 

Die Besteigung steht im Schatten des Lawinenunglücks, das eine Woche zuvor Todesopfer gefordert hat und für die Expeditionen am Berg ein tragisches Erlebnis war. Die Athleten entscheiden sich dennoch diese letzte Chance zu nutzen. In der jahrelangen Vorbereitung steckt neben der physischen Anstrengung auch ein enorm hoher psychischer und finanzieller Einsatz. Für die Entscheidung steht auch das Wissen, jede mögliche Hilfe für die Verunglückten geleistet zu haben. „Wir haben unser Bestes gegeben. Was passiert ist, können wir aber leider nicht rückgängig machen“ sagt Benedikt Böhm.

Das Projekt der Speedbergsteiger Böhm und Haag ist speziell: ohne künstlichen Sauerstoff starten sie Abends am Basislager (5.000 m) und bewältigen die knapp 3.300 Höhenmeter zum Gipfel in 15 Stunden. Laut offiziellen Angaben ist es die erste Speedbesteigung vom Basislager zum Gipfel mit anschließender Skiabfahrt. Sebastian Haag muss sich zusammen mit Constantin Pade, der die Gruppe ab Lager 2 (6.400 m) begleitet, 150 Meter vor dem Gipfel geschlagen geben. Sie müssen ihre letzte Kraft für die bevorstehende Skiabfahrt sparen.

Die Expedition am Manaslu beginnt für die beiden Speedbergsteiger bereits fünf Jahre früher mit einer eigenen Vorgeschichte: 2007 sind die Bergsteiger mit dem selben Plan zum Manaslu gereist und mussten auf 7.300 Meter aufgrund von Lawinengefahr umkehren. Umso stärker ist nun der Wunsch, die jahrelang geplante Besteigung zu versuchen. Nach wochenlanger Akklimatisation und tagelanger Entscheidungsfindung im Basislager hat das Team Glück: ein Wetterfenster und stabilere Verhältnisse machen den Gipfelversuch möglich.

Um 18 Uhr des 29. September starten die Speedbergsteiger bei guten Bedingungen auf 5.000 Meter. Später verschlechtern sich die Verhältnisse und auf 7.400 Meter kämpfen die drei Athleten mit starkem Sturm und eisiger Kälte. Böhm, der dem Team voraus ist, beschließt auf Haag und Pade zu warten und setzt sich in ein unbewohntes Zelt. Als sie nach einer Stunde wieder zusammen weitergehen, überlegen sie abzubrechen, rappeln sich aber nochmals in der Gruppe auf. Mit der aufgehenden Sonne lässt der Wind nach und Benedikt Böhm erreicht um 9 Uhr morgens, nach fünf Stunden Aufstieg ab Lager zwei, den Gipfel. Glücklich, aber mit Demut und in Erinnerung an das Unglück einige Tage zuvor, verzichtet er auf die Siegerpose am Gipfel und widmet die Besteigung den verunglückten Bergsteigern. Eine Stunde später fährt er zusammen mit Sebastian Haag und Constantin Pade, die er 150 Meter unter dem Gipfel trifft, bis ins Basislager ab. Insgesamt brauchen sie acht Stunden bis sie wieder unten sind und meistern die Besteigung im Speedstil mit Skiabfahrt innerhalb von 23,5 Stunden.

Es ist eine unglaubliche Leistung, die nicht nur Benedikt Böhm, sondern dem ganzen Team am Manaslu gelungen ist: normale Expeditionen besteigen den Manaslu mit Unterstützung von Sauerstoff und über Lagerketten in vier Tagen ab dem Basislager. 



25.09.12

Lawinenunglück am Mount Manaslu

 


                    
Am frühen Sonntagmorgen hat sich am Manaslu ein tragisches Lawinenunglück ereignet. Unserem Expeditions-Team um Benedikt Böhm und Sebastian Haag geht es soweit gut – sie wurden von der Lawine glücklicherweise nicht berührt. Sie konnten als Erste am Unglücksort sein, wo zwei Lagerstätten verschüttet wurden, und erste Hilfe leisten.  Mittlerweile ist die Gruppe im Basislager eingetroffen.

Aus gegebenen Anlass haben sie sich dazu entschlossen, die Berichterstattung über ihre Expedition am Manaslu abzuschließen.

 

Unser Mitgefühl gilt den verstorbenen Bergsteigern und ihren Angehörigen.





22.09.12

Powdern & Warten auf 6.000 Metern

Powdern & Warten auf 6.000 MeternPowdern & Warten auf 6.000 Metern

 

Powdern & Warten auf 6.000 Metern


                    


Die Wettersituation am Manaslu (8.163 m) bleibt angespannt. Benedikt Böhm und Sebastian Haag nutzen das Wetterfenster, um im Camp 2 auf 6.400 Metern ein Zelt aufzustellen und Material zu deponieren. Sie sind weiterhin motiviert für einen Gipfelversuch, müssen aber stabilere Verhältnisse abwarten.

 

Die Athleten sind zur Akklimatisation auf Skiern unterwegs und erwischen auf den Abfahrten zwischen Lager 2 und dem Basislager (5.000 m) perfekte Schneeverhältnisse. Diese Glücks-Momente sind aber auch begleitet von anstrengenden Aufstiegen in der dünnen Höhenluft. Die Anstrengung steht den Extrembergsteigern ins Gesicht geschrieben. Die erste Nacht im Camp 1 und der Materialtransport auf Camp 2 kosten Kraft und Energie. Die Athleten schleppen rund 30 Kilo schwere Rucksäcke und plagen sich am Fixseil über Spalten auf über 6.400 Meter. Benedikt kämpft mit dem Sauerstoffmangel: „Ich könnte teilweise echt kotzen, wenn ich mich runterbeweg`, ich könnt richtig kotzen.“ Auch die Nächte machen dem Team zu schaffen: Schlaflosigkeit aufgrund der Höhe zerrt an ihrer Energie, physisch wie psychisch: „Es kostet Kraft und Energie, vor allem auch psychische Energie, die man hier oben sehr, sehr braucht.“ (Böhm).

Durch die Schneefälle in der letzten Woche und neue Niederschläge bleibt die Lawinensituation angespannt. Das größte Risiko liegt laut Böhm bei einer Schlüsselstelle, die sich zwischen 7.200 Metern und 7.400 Metern Höhe befindet und mit Schnee geladen ist. Weiterhin ist aber das Wetter der größte Unsicherheitsfaktor. Sebastian Haag erlebt die Situation nach der Expedition 2007 zum zweiten Mal: „Wir wissen auch nicht wie das Wetter wird. Es ist wieder so typisch Manaslu. Der Eine sagt es wird gut, der Andere sagt es schneit.“ Am Samstag brechen die beiden Athleten zu einer Akklimatisierungstour auf, wo sie planen, so weit wie möglich zu gehen.

Die Zeit im Lager ist anstrengend, aber „Schafkopfen ohne Ende wirken einer Depression entgegen“ (Böhm). Außerdem treffen die erfahrenen Expeditionsbergsteiger im Basecamp auf alte Bekannte wie den Freeride-Profi und SALEWA Athleten Glen Plake.

Ende kommender Woche sehen sie ihre letzte Chance, ein Wetterfenster zu nutzen für den Gipfelversuch. Eine Entscheidung steht bereits: Sebastian Haag wird die Besteigung am Lager 2 (6.400 Meter) beginnen, wo er auf Böhm, der die Speedbegehung am Basecamp auf 5.000 Metern starten will, warten wird.

21.09.12

Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1

Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1

 

Akklimatisation auf Ski & Einzug in Camp 1


                       


Zurück am Manaslu (8.163 m) gewöhnen sich Benedikt Böhm, Sebastian Haag und Greg Hill weiter an die Höhe und ziehen ein auf Camp 1. Zur Akklimatisation starten sie mit Skiern am Basislager auf ca. 5.000 Metern und überwinden beim Aufstieg auf über 6.000 Meter gewaltige Gletscherspalten und Serac-Zonen. Dann überraschen aber die Schneeverhältnisse und das Team zieht perfekte Schwünge im Firn des Achttausenders.

 

Gestern haben die Extrembergsteiger ihr Camp 1 auf 5.800 Metern installiert, wo sie reservierten Flächen ausweichen mussten – eine neue Situation für Benedikt Böhm, der so was auf einer Expedition noch nicht erlebt hat. Nach den ersten Akklimatisationstagen ist das Team top motiviert – sie sind auf Skiern schnell unterwegs und die täglichen Ausflüge sind die optimale Vorbereitung für die bevorstehende Speed-Besteigung.

Der größte Feind ist das Wetter, das sich am Manaslu rasant ändert. Genau dieses Phänomen dürfen die drei Speedbergsteiger am eigenen Leib erfahren. Noch vor ein paar Tagen prallte die Sonne herunter und jetzt sitzen sie im eingeschneiten Basislager und warten. Es erinnert an die geplante Besteigung des Manaslu vor fünf Jahren, als das Wetter den Aufstieg auf den Gipfel unmöglich machte. Trotz ein paar negativen Erinnerungen an damals freut sich Sebastian Haag wieder hier zu sein: „Der Manaslu ist für mich einfach der schönste Achttausender.“ Mit voller Zuversicht kann das Team auf passende Wetterbedingungen warten, denn dieses Mal haben sie den Segen vom Lama. Außerdem ist Bene Böhm nichts anderes gewöhnt: „Entweder es war saukalt, arschheiß… aber es war nie „comfort“… es war nie angenehm! Ich find`s geil.“


14.09.12

Planänderung - zurück am Manaslu

Planänderung - zurück am ManasluPlanänderung - zurück am ManasluPlanänderung - zurück am ManasluPlanänderung - zurück am Manaslu

 

Gore-Tex(R) Active Projekt - Manaslu Expedition 2012

 


                       



BENEDIKT BÖHM, BASTI HAAG UND GREG HILL HABEN UNERWARTET IHR ZIEL GEÄNDERT. Das Team ist von Kathmandu direkt nach Sama (3.600 m), dem Ausgangspunkt zum Basecamp des MANASLU (8.163 M) geflogen.

 

Nachdem die Einreise nach Tibet gesperrt ist, kehren Benedikt Böhm, Basti Haag und Greg Hill an den Manaslu in Nepal zurück. Zurück? Die beiden Extrembergsteiger mussten dort 2007 ihre Speedbegehung aufgrund der Wetterbedingungen abbrechen. Der Manaslu ist mit 8.163 Metern Höhe der achthöchste Berg der Erde, gelegen im Gurka-Himal im Himalaya-Gebirge.

Mit gemischten Gefühlen stehen sie jetzt an alter Stelle – die Anforderungen sind höher als am ursprünglich geplanten Cho Oyu. Denn abgesehen von der größeren Stecke, die vom Basislager bis zum Gipfel zurückzulegen ist, erinnern sich die Speedbergsteiger daran, wie schnell ein Wetterwechsel die Besteigung des 8.163 Meter hohen Berges unmöglich machen kann. Bei einer heiligen, traditionellen Messe bittet das junge Bergsteiger-Team für gute Bedingungen für die Skibesteigung am Manaslu.

 

In den nächsten Tagen werden sie ihre Ski auspacken und sich weiter akklimatisieren. Böhm: „Der Berg ist wunderschön, wenn man ihn erst zu Gesicht bekommt. 2007 waren wir bereits hier und wurden komplett eingeschneit. Wir brauchen gutes Wetter.“

 

Nun ist zu hoffen, dass der Wettergott die Gebete gehört hat.



07.09.12

Gipfel Mera Peak und Manaslu statt Cho Oyu!

Gipfel Mera Peak und Manaslu statt Cho Oyu!Gipfel Mera Peak und Manaslu statt Cho Oyu!Gipfel Mera Peak und Manaslu statt Cho Oyu!Gipfel Mera Peak und Manaslu statt Cho Oyu!Gipfel Mera Peak und Manaslu statt Cho Oyu!Gipfel Mera Peak und Manaslu statt Cho Oyu!Gipfel Mera Peak und Manaslu statt Cho Oyu!


Trekking Mera Peak: Wetterfenster für den Gipfel-Erfolg und News: Manaslu statt Cho Oyu!
   

 


                        

 

„Das erste Hochlager haben wir im Dauerregen in einem feuchten und nassen, von Ratten besetzten, Loch verbracht. Entsprechend gut haben wir alle geschlafen. Wegen des starken Regens verschieben wir den Aufbruch Richtung des letzten Hochlagers um einen weiteren Tag. Wenn es so weiter regnet und schneit haben wir keine Chance auf den Gipfel. Obwohl der Mera Peak „nur“ knappe 6.500 Meter hoch ist, ist der Berg stark vergletschert und bei dieser Sicht würden wir den Weg in den endlosen Schneefeldern mit steilen Abbrüchen Richtung Gipfel einfach nicht finden.“

 

Dies sind die ersten Infos, die wir von Benedikt Böhm, Speedbergsteiger und Expeditionsteilnehmer vom Trekking zum Mera Peak auf 6.476 Meter Höhe erhalten.

Das Team des Gore-Tex® Active Projektes beschreibt ihren Weg zum ersten Gipfel der Expedition. Der Mera Peak in Nepal sollte als Vorgipfel und Akklimatisation helfen bevor es weiter in die 8.000er geht:

Benedikt Böhm: „Der Regen lässt nun etwas nach und wir brechen zum letzten Hochlager vor dem Gipfel auf. Wir haben uns daran gewöhnt, nur noch unser Gore-Tex® Material zu tragen. Endlich ziehen wir die Skischuhe und Skier an und sind in unserem Element. Das ewige Wandern bzw. Trekking ist nun vorbei und wir bewegen uns auf Schnee. Über einige Spalten geht es zum Hochlager das wir wegen des Schneefalls auf nur 5.400 Meter einrichten. Einigen geht es jetzt relativ bis ziemlich schlecht. Nach einer sehr kurzen Nacht brechen wir um 3 Uhr Morgens auf.  Die Route haben wir am Tag davor bis 5.800m markiert, sodass wir trotz schlechter Sicht den Weg bis dahin finden. Ab nun beginnt ein großes Gletscherfeld welches wir vor dem Aufschwung zum Gipfel wie ein Labyrinth passieren müssen. Es ist stockdunkel und kalt. Basti, Constantin und ich gehen voraus und stehen nun vor dem Gletscherfeld. Ich gehe schließlich voraus und immer wieder in großen Bögen links oder rechts an den teilweise schiffsgroßen Spalten vorbei. Bei Stirnlampen-Licht ist es nicht einfach, den Gipfelkurs zu halten und sich von den Spalten nicht abdrängen zu lassen.

ABER: unglaublich – es reißt auf! Wir sehen zwar im Hintergrund das nächste Gewitter oder Wetterleuchten, doch das zieht an uns vorbei.

Die Sonne vertreibt die letzten Wolken und wir ziehen eine frische Spur durch den kalten frischen Schnee. Wir sind winzige Punkte auf dem riesigen Schneeberg. Perfekt ist seine Neigung für unsere Ski und so stehen wir um kurz nach sechs Uhr Morgens am Südgipfel des Mera Peak und schreiten Fort zum höchsten Punkt, dem Nordgipfel der steil aufschwingt. Von hier aus sehen wir nach uns nach die anderen 13 Freunde auf den Zentralgipfel des Mera Peaks aufsteigen.

Auf 6.476m erreichen wir den Gipfel und erblicken eine einmalige Kulisse vor uns. Die höchsten Berge der Welt bauen sich unwirklich direkt vor uns auf: Everest, Lohtse, Cho Oyu, Kanchenzoenga und viele andere…unglaublich dieses Glück, dass wir genau das eine Wetterfenster erwischen und wirklich alle 16 Expeditionsteilnehmer den Gipfel des Mera Peak erreichen.

Direkt am Gipfel schnallen wir die Skier an. Die ersten Nebelschauer ziehen schnell wieder auf. Es fängt wieder an zu schneien, aber davon lassen wir uns nicht unsere fast 1.500m lange Abfahrt verderben, sondern geben ordentlich Gas.

Der bekannte kanadische Freerider und DYNAFIT Athlet Eric Hjorleifson – auch „Hoji“ genannt – kommt sichtlich zu sich und gibt sich mit Basti Haag ein Rennen durch das Spaltengebiet. Greg Hill, unser kanadischer Kameramann filmt wie ein Profi.

Als wir alle gesund unten ankommen, genießen wir den Augenblick. Wir sind glücklich dabei auch abgekämpft. Unsere nepalesische Küchenmannschaft reicht uns eine Suppe und wir sind uns alle spätestens jetzt bewusst, dass wir einen besonderen Moment am Mera Peak geteilt haben – alle einigermaßen gesund und genau dieses einzige Wetterfenster.


Manaslu statt Cho Oyu:

Zurück in Kathmandu trennen wir uns von sechs unserer Freunde und ziehen weiter zum nächsten Gipfel – dem Manaslu (8.156m). Die Türen nach Tibet bleiben für uns verschlossen – Die Chinesen haben komplett dicht gemacht. Das Gerücht hat sich bewahrheitet und das ursprüngliche Ziel „Cho Oyu“ ist somit gestorben.

Mit dem Manaslu haben wir noch eine Rechnung offen. Der Berg ist wunderschön, wenn man ihn erst zu Gesicht bekommt. 2007 waren wir bereits hier und wurden komplett eingeschneit.

Ein Inferno. Wir brauchen gutes Wetter…

 

Gipfel Mera Peak:
Baschi Bender - Action Fotograf (GER)
Greg Hill - Kameramann und Salomon/Arcteryx Athlet (CAN)
Eric Hjorleifson „Hoji“- DYNAFIT Athlet, Freeride Team (CAN)
Benedikt Boehm - Brand Manager DYNAFIT (GER)
Basti Haag - Tierarzt und DYNAFIT Athlet (GER)
Constantin Pade - DYNAFIT Sales Rep und Trailrunner (GER)
Schorsch Nickaes - Produkt Manager DYNAFIT (GER)

Jim Lamancusa - DYNAFIT Sales und Marketing Manager Nordamerika (USA)
Sepp Willibald - Inhaber DYNAFIT Competence Centre Wackersberg (GER)

Thomas Steiner - freier Produkt Manager, eheml. DYNAFIT (ITA)
Peter Veider und Ehegattin. Chef der Bergrettung Tirol (AUT)

Tobias Hatje - Redakteur Fit for Fun (GER)
Robert, Much und Reiner  - Freunde (GER)



04.09.12

Trekking - Kampf durch den Monsun

Trekking - Kampf durch den MonsunTrekking - Kampf durch den MonsunTrekking - Kampf durch den MonsunTrekking - Kampf durch den MonsunTrekking - Kampf durch den MonsunTrekking - Kampf durch den MonsunTrekking - Kampf durch den Monsun


Trekking Mera Peak: Kampf durch den Monsun
Das Expeditionsteam auf dem Weg zum Vorgipfel: Mera Peak (6.476m/Nepal)
   


 


                        



Benedikt Böhm, Speedbergsteiger und Expeditionsteilnehmer berichtet aus Nepal:

„Zuletzt hatten wir uns aus Lukla gemeldet. Von dort aus sind wir Richtung Mera Peak zum Trekking und Akklimatisation gestartet. Es hat dabei heftig geregnet mit der Folge, dass wir völlig durchnässt waren und kleine Bergbäche absolut überflutet waren. Um diese zu überqueren, mussten wir Seile spannen und die ganze Mannschaft über die reißenden und oft senkrecht fallenden Wassermassen übersetzen. Dabei hat ein Träger den Halt verloren und die komplette Medizinbox im Wert von 2.500 Euro wurde mitgerissen. Ein Teampartner ist  hinterher gesprungen und wurde dabei fast selbst mitgerissen – ein Helfer war gleich zur Stelle. Ein anderer Teilnehmer hat versucht über einen Fluss zu springen. Er ist ausgerutscht, gegen einen Felsen gefallen und wurde weit vom Wasser mitgerissen. Er konnte sich glücklicherweise sicher an Land bringen und ist mit leichten Rippenprellungen noch gut davon gekommen. Für ihn ist die Reise damit leider zu Ende. Unser Teamkollege musste mit einem Helikopter ausgeflogen werden. Nun sind wir nur mehr 16 statt 17 Freunde in der Gruppe auf dem Weg zum Mera Peak der den Vorgipfel zur Expedition an den Cho Oyu bildet und als Akklimatisations-Gipfel helfen soll.

Als wir endlich alles – unser Gepäck und uns selbst – über die Flüsse gebracht haben, endeckten wir Abends bei jedem von uns einen oder mehrere Blutegel. Ich selbst hatte einen voll gesaugten Blutegel am Schienbein – ekelerregend – es blutet lange nach, wenn man diese Schnecken-Tiere entfernt.

Kurz gesagt:  Hier ist es wie im Urwald und  man kann sich sehr schlecht vorstellen, dass wir bald Skifahren werden! Zusätzlich senkt das schlechte Wetter teilweise die Moral, da alles um einen herum feucht und nass ist. Dennoch nähern wir uns unserem Ziel und wir können den Mera Peak schon deutlich erkennen, wenn die dichten Wolken diesen Mal frei geben.

Eine positive Seite hat das Wetter doch – wir sind völlig alleine. Wir haben noch keinen einzigen Touristen oder Bergsteiger außer uns gesehen. Einige Teilnehmer haben immer wieder mit der Höhe und ihren Auswirkungen zu kämpfen. Wir akklimatisieren entsprechend geduldig, denn nur das macht in der Höhe Sinn.

Basti Haag ist klar der inoffizielle Leiter der 16-köpfigen Gruppe – ob er will oder nicht. Er macht den Jobs so gut, dass er es einfach ist. Die 16 Skibergsteiger sind alle befreundet. Die meisten kennen sich über DYNAFIT – Athleten, Kunden, Partner, Journalisten, Freunde und Arbeitskollegen. Sechs von uns werden nach dem Mera Peak weiter an den Cho Oyu in Tibet fahren.

Wir riechen jetzt schon den Schnee und schlafen auf 4.200 Meter Höhe. Wir waren bereits auf über 5.000 Meter und haben dort am Mera Peak Bergschrund unsere Ski verstaut.

Morgen geht es über zwei Hochlager zum Gipfel – wenn die Bedingungen passen…“




24.08.12

Erste Etappe: Trekking Mera Peak

Erste Etappe: Trekking Mera PeakErste Etappe: Trekking Mera PeakErste Etappe: Trekking Mera PeakErste Etappe: Trekking Mera PeakErste Etappe: Trekking Mera Peak


Anreise und Vorgipfel: Benedikt böhm und Sebastian Haag auf dem Weg zum Mera Peak in Nepal


 
                        

 

Die Speedbergsteiger Benedikt Böhm und Sebastian Haag brechen letzten Sonntag zur Expedition Cho Oyu auf. Der Mera Peak ist der erste Berg welchen wir auf dem Weg zum Cho oyu bewältigen wollen. Der Mera Peak ist ein wunderschöner Skiberg und der anhaltende Monsun verspricht Powder Alarm. Man sieht jetzt in unseren Gesichtern das Funkeln in den Augen und jeder kann es kaum erwarten endlich die letzte Zivilisation hinter sich zu lassen.

 

Benedikt Böhm. Nepal 2012.

Katmandu verschluckt einen sofort. Die Menschen laufen wild durcheinander, wie in einem Ameisenhaufen durch die Straßen. Der Verkehr verhält sich identisch mit der Folge eines immer währenden Hupen und einer beißenden Smog-Wolke. Dennoch bietet die Stadt alles und fasziniert uns durch ihre Offenheit und Freiheit.

Am zweiten Tag fliegen wir sehr früh vor dem einsetzen des leider alltäglichen Monsun nach Lukla. Die Piloten steuern auf Sicht und wir landen bergauf in einem  engen Tal auf einer Miniatur Landebahn. Viele sagen, dass dies der gefährlichste Teil der Reise ist. Obwohl noch einiges an Gepäck fehlt, kann die Reise an den Mera Peak beginnen.

 

Heute beginnt die erste Etappe zu Fuß. Wir lassen wieder nach dem Mera Peak von uns hören.

 

 

24.08.12

Kathmandu II

Kathmandu IIKathmandu IIKathmandu II
Credit: Baschi Bender
14.08.12

Trainingslager: Mont Blanc (4.810 M) in einem Tag

Trainingslager: Mont Blanc (4.810 M) in einem TagTrainingslager: Mont Blanc (4.810 M) in einem TagTrainingslager: Mont Blanc (4.810 M) in einem TagTrainingslager: Mont Blanc (4.810 M) in einem Tag


Benedikt Böhm und Basti Haag bereiten Speed Begehung am Cho Oyu (8.188 M) vor
   

 

 
                        


 

Der Mont Blanc ist für Benedikt Böhm das perfekte Trainingslager. Der Münchner Extrembergsteiger, der Mitte August mit seinem Partner Basti Haag zu einer Expedition an den Cho Oyu reist, besteigt den höchsten Gipfel der Alpen in acht Stunden. Nach 14 Stunden zu Fuß und auf Skiern sind die Speed-Bergsteiger wieder am Ausgangspunkt – dem Mont Blanc Tunnel auf 1.274 Metern.

 

Episode 3 handelt von der Trainingseinheit am Mont Blanc in Frankreich. Morgens um 3 Uhr starten die Skibergsteiger bei sommerlichen 20 Grad am Mont Blanc Tunnel. Der Zeitplan ist klar gesteckt: spätestens am Mittag müssen die Athleten die Skiabfahrt über die Nordflanke antreten, um geeignete Verhältnisse anzutreffen.

Laufend und auf Steigeisen durchqueren sie das Spaltenlabyrinth zur Grands Mulets Hütte (3.051 m), die häufig als Ausgangspunkt für die klassische Besteigung des Mont Blanc dient. Auf ca. 4.000 Meter ziehen Böhm und seine Begleiter Ski an. Dort begegnen ihnen bereits eiskalter Wind und Temperaturen von minus 20 Grad. Nach 8 Stunden Aufstieg für insgesamt 3.800 Höhenmeter, fahren die Sportler aufgrund der Kälte sofort vom Gipfel über die Nordflanke ab und kommen nach 14 Stunden „Training“ wieder im Sommer an.

 

Die Münchner Bergsteiger überwinden jährlich jeweils rund 350.000 Höhenmeter zu Fuß und auf Skiern, um sich für ihre Expeditionen vorzubereiten. Die Speed-Besteigung des Mont Blanc bietet sich als optimale Trainingstour an, da sich die Athleten auf die extreme Höhe, den Höhenunterschied sowie die hohen Anforderungen an ihre Ausdauer vorbereiten können.

 

 



31.07.12

TRAININGSLAGER: BENEDIKT BÖHM AM MOUNT FUJI (3.776 M)

TRAININGSLAGER: BENEDIKT BÖHM AM MOUNT FUJI (3.776 M)TRAININGSLAGER: BENEDIKT BÖHM AM MOUNT FUJI (3.776 M)TRAININGSLAGER: BENEDIKT BÖHM AM MOUNT FUJI (3.776 M)TRAININGSLAGER: BENEDIKT BÖHM AM MOUNT FUJI (3.776 M)

 

Benedikt Böhm und Sebastian Haag - bereiten Speed Begehung am Cho Oyu (8.188 M) vor


                         



TRAININGSLAGER: BENEDIKT BÖHM AM MOUNT FUJI (3.776 M)

 

Die Speedbesteigung des 8.188 hohen Cho Oyo in Tibet, dem sechsthöchsten Gipfel der Welt, rückt für Benedikt Böhm und Sebastian Haag immer näher. Mitte August machen sich die beiden Münchner Extrembergsteiger auf den Weg. Rund 350.000 Höhenmeter misst das jährliche Trainingspensum eines jeden der Athleten.

Episode 2 handelt von einer exotischen Trainingseinheit am Mount Fuji in Japan. Dort ist Benedikt Böhm in 3 Stunden und 29 Minuten auf den heiligen Berg gerast. Seine Japanischen Freunde freuten sich über die spannende Speed Begehung mit Skiabfahrt vom Gipfel.

 

Sengen Jinjya, Japan.

Der DYNAFIT Athlet Benedikt Böhm startet seine Speedbegehung auf den 3.776 Meter hohen Mount Fuji. Nach umfangreichen und traditionellen japanischen Vorbereitungen am Fuße des Berges, bricht der Speedbergsteiger mit einer kleinen Gruppe aus Top-Bergsteigern, Fotografen und einem Kameramann zur Besteigung auf. Die Kollegen sind überrascht, als Böhm nach 3 Stunden und 29 Minuten den Gipfel erreicht. Einheimischen Bergsteigern zufolge handelt es sich um die schnellste Skibesteigung des berühmten Berges. Es heißt, jeder Japaner sollte einmal in seinem Leben den Fuji bestiegen haben – für die meisten Bergsteiger stellen die 20 Kilometer und knapp 3.000 Höhenmeter aber mindestens eine ausgefüllte Tagesetappe dar.

 

Konohano Sakuyabime hat es gut gemeint mit den Teilnehmern der Speed Besteigung am Mount Fuji, der mit 3.766 Metern Japans höchster Berg ist. Denn die Göttin, die einer Sage nach auf dem Gipfel des Berges wohnt, könnte dazu beigetragen haben, dass die Besteigung bestens geglückt ist. Erst nach den traditionellen Ritualen zur Begrüßung des weiblichen Mount Fuji Gottes startet Benedikt Böhm am Sengen Jinjya auf 870 Höhenmeter. Das Tempeltor ist der offizielle Eintritt zum Mount Fuji. Diese traditionelle Route ist durch zehn ‚Stationen‘ gekennzeichnet. Die ersten sieben Kilometer läuft der Skitourenathlet mit Ski und Skischuhen auf dem Rücken bis zum Parkplatz Uma Gaeshi auf 1.490 Meter. Ab Uma Gaeshi geht es auf einem matschigen Trail zu Fuß weiter durch dichten Wald bis auf 1.840 Meter. Ab dieser Höhe beginnt die Begehung auf Ski und Benedikt Böhm bewältigt den teils vereisten Pfad bis ans Ende der Baumgrenze mit erstmalig freien Blick auf das großzügige weiße Gipfelplateau. Die Konditionen und das Wetter sind gut, nur im Gipfelbereich herrscht ein sehr strenger und kalter Wind. Ab einer Höhe von 2.900 Metern geht es nur mehr mit Steigeisen voran und eine Eispiste auf den letzten 600 Metern machen eine Abfahrt unmöglich.

 

Nach über 20 Kilometern und 2.929 Höhenmetern erreicht der Speedbergsteiger den Gipfel nach nur 3 Stunden und 29 Minuten. Sofort im Anschluss beginnt das Team um Benedikt Böhm den Abstieg, der ihm fast zum Verhängnis wird. Böhm verfängt sich in den Steigeisenriemen und stürzt über die Eispiste. Dabei verliert er seine Skier, die er erst 600 Höhenmeter tiefer wieder findet. Nach diesem kritischen Moment erreicht er schließlich das Tempeltor nach insgesamt 4 Stunden und 59 Minuten.

Das perfekte Trainingslager für die bevorstehende Expedition!



16.07.12

SPEEDBESTEIGUNG CHO OYU 2012 – WIR BLEIBEN GANZ NAHE DRAN

SPEEDBESTEIGUNG CHO OYU 2012 – WIR BLEIBEN GANZ NAHE DRANSPEEDBESTEIGUNG CHO OYU 2012 – WIR BLEIBEN GANZ NAHE DRANSPEEDBESTEIGUNG CHO OYU 2012 – WIR BLEIBEN GANZ NAHE DRAN


Benedikt Böhm und Sebastian Haag – das Training vor dem großen Abenteuer
 
 


                        




Wir kennen die beiden Extrembergsteiger schon von ihren letzten Expeditionen zu den Achttausendern Gasherbrum II, Mustagh Ata und Manaslu. Die letzte Expedition der beiden Münchner Freunde fand 2009 zum Broad Peak statt, dessen Erzählung wir aus dem Trailer „Freundschaft auf Zeit“ kennen.

Es  folgt ein weiteres Abenteuer – die Speedbegehung und anschließende Skiabfahrt des 8.188 Meter hohen Cho Oyu in Tibet im September haben sich die jungen Sportler und DYNAFIT Athleten zum Ziel gesetzt. Für die Speedbegehung am Cho Oyu ist eine professionelle Live-Berichterstattung mit einem Filmteam geplant. Kurze Video-Episoden ermöglichen es uns, die Athleten auf ihrer Expedition von Training, Vorbereitung bis über die Akklimatisation und den Gipfelversuch zu begleiten.

Für die Sportler hat die Expedition längst begonnen – es wird trainiert und vorbereitet. Darüber zeigen wir schon jetzt die erste Episode zur Expedition Cho Oyu 2012. Freut euch auf einen Einblick in Training, Vorhaben und die persönlichen Ziele der beiden Speedbergsteiger!


Der sechsthöchste Berg der Erde liegt im Mahalangur Himal Gebirge im zentralen Himalaya. Als Nachbar von Mount Everest und Lhotse ist er Teil des mächtigsten Gebirgszuges der Welt.
Ziel ist es, die Besteigung des 8.188 Meter hohen Cho Oyu in Rekordgeschwindigkeit vom Basecamp (5.800m) mit anschließender Skiabfahrt vom Gipfel zurück zum Basecamp (5.800m). Das Team hat sich 24 Stunden als Zeitrahmen gesetzt. Böhm und Haag nehmen bei ihren Expeditionen weder künstlichen Sauerstoff noch Fremdhilfe in Anspruch.



Händler finden