31.03.12
X4: 4 TAGE. 4 LÄNDER. 4 GIPFEL. 5 ATHLETEN.
| DAY 1 - Garmisch > Zwieselstein (Zugspitze 2.962 m) | ||
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| Pete arbeitet für Dynafit als Brand Activation Manager in Nordamerika, gehörte auf dem Mountainbike in den 1990er Jahren zur Weltelite und gewann dreimal die US-Meisterschaft der Skibergsteiger. Während der vier Tage in den Alpen hatte er stets leuchtende Augen und oft den Blick für die Umgebung. Pete’s Erfahrung auf dem Bike kommt der ganzen Truppe zu Gute. Schon am ersten Tag dieser Abenteuer-Tour klemmt sich der Amerikaner vorne in den Wind und führt seine Freunde sicher ans Ziel. Pete erklärt den anderen wie man sich in der Führungsarbeit abwechselt, Lücken zum Vordermann schließt und möglichst ökonomisch in die Pedale tritt. Das spart Kraft, Körner und vor allem Zeit. Daß er an diesen Tagen zusammen mit seinen Kollegen hier dabei sein kann fasziniert ihn sehr. Was für ein Job. Irre. Pete: „Die Alpen sind etwas ganz besonderes. Ich bin den ganzen Tag konzentriert und versuche möglichst viel im Kopf abzuspeichern. Dieser erste Tag sitzt perfekt, die Gegend um die Zugspitze ist wunderschön und dann noch dieses Wetter. Wie perfekt kann etwas sein?“ Pete Swenson genießt den Auftakt der X4 Tour, alles um ihn herum ist neu, der Trip perfekt organisiert und die Support-Crew sorgt sich bestens um die Männer. Zum ersten Mal richtig spannend wird es für ihn, als die neuen Dynafit Klamotten am Vorabend verteilt werden. Alles Prototypen, neue Schuhe, der futuristische Rucksack, Jacke, Trikot und Hose. Pete Swenson will die Produkte ans Limit bringen, dorthin wo ein normaler Mensch kaum damit kommt. |
Pete: „Es ist immer das selbe, egal in welchem Alter – neue Sachen zu bekommen ist immer eine echte Freude, man ist nervös, kann es kaum erwarten. Ich freue mich schon sehr, die fertigen Produkte zu bekommen. Wir testen hier unter mehr als realistischen Bedingungen und finden zusammen immer wieder Dinge, die man noch optimaler machen kann. Es ist toll, wenn Kritik angenommen wird und die Sachen durch unsere Erfahrungen hier besser werden.“ Pete Swenson liebt die X4 Idee: Seine liebsten Sportarten einfach zu kombinieren. Das ist völlig normal für ihn. Er kennt ohnehin kaum einen Skibergsteiger, der kein Alpine Runner und Biker ist. Pete: „Wer zu Beginn der Skitourensaison mit ordentlich Saft in den Beinen am Start stehen will, muss den Sommer ausgiebigst mit Alpine Running verbringen. Es gibt da keine Alternative und Spaß macht es auch. Es geht darum eine gute Zeit in den Bergen zu haben und möglichst schnell nach oben zu kommen.“ Als Pete und seine Gefährten oben am mit Blattgold überzogenen Zugspitzkreuz stehen, den ersten von vier Gipfeln in der Tasche, steigt das gute Gefühl in ihm auf. Allzu lange verweilen die Dynafit Manager nicht dort oben, denn die Lust sich in den neuen Alpine Running Schuhen das Geröllfeld nach unten zu stürzen, ist viel zu groß. Die Krallen fressen sich regelrecht in den Untergrund! Am Gatterl warten die Bikes, nur schnell weiter... |
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| DAY 2 - Zwieselstein > Sulden (Similaun 3.599m) | ||
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| Elmar findet keinen Schlaf, Pete schnarcht und Elmars Kopf ist schon lange wieder auf Tour. Der Sales Manager aus Österreich hat sich mit langen Trainingseinheiten auf den X4 Event vorbereitet, die Umfänge in den letzten Wochen gesteigert und nun steht er topfit und unausgeschlafen am Start des zweiten Tages. Kurz vor 5 Uhr zieht er sich die neue Dynafit Primaloft Jacke über, stülpt den Windschutz der Handschuhe über die Finger und reiht sich in die Gruppe ein, die sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde in Richtung Berg schraubt. Elmar: „Auf Singletrails fahren wir nach oben. Fast schon kitschig, wie im Heimatfilm. Der von der Morgensonne angestrahlte Similaun lacht uns an. Die Temperatur steigt. Wie die Schneeverhältnisse da oben sind ist völlig unklar. Mit den Bikes kommen wir heute erstaunlich weit, auch wenn Tragen dazu gehört.“ Es ist ein faszinierendes Bild. Die Freunde schieben ihre Bikes über den Gletscher in Richtung Sattel. Elmar weiß nicht, ob dort oben jemals ein Fahrrad war – Pionierarbeit. Mal wieder. Elmar: „Ich bin erstaunt wie gut die Stimmung unter uns ist. Das liegt am Wetter, am guten Vorankommen und dem gemeinsamen Ziel. Der Gipfel ist toll. Sehr schön mit Blick auf die italienische Seite.“ 400 Höhenmeter unter den Dynafit Athleten liegt die geschlossene Wolkendecke. Das bedeutet, dass es feucht und kühl wird. Die neuen Klamotten müssen sich beweisen. Elmar ist begeistert von den multifunktionellen Eigenschaften der neuen Produktlinie und den guten Detaillösungen. Wie weit entwickelt die Prototypen des Rucksacks und der Trailschuhe sind überrascht ihn nicht. |
Elmar: „Die wissen genau was sie tun müssen!“ Elmar: „Der erste Abschnitt des Abstiegs vom Gipel wird ein Riesenspaß. Beine hoch, Stöcke hoch. Auf dem Hosenboden geht es nach unten. Danach kommt der mühsame Teil. Tourenplaner Schorsch hatte jedoch darauf hingewiesen: Die Mountainbikes müssen über 1200 Höhenmeter nach unten getragen werden. Es bleibt bei dieser Ausnahme und keiner beklagt sich.“ Für Elmar ist die Tatsache, dass die Bikes als Transportfahrzeuge funktionieren, um die Gruppe an den Berg zu bringen eine sehr ursprüngliche Idee des Bergsports.Elmar: „Früher war es völlig normal, dass Bergsteiger mit dem Radl an die Berge herangefahren sind. Die haben irrsinnige Strecken zurückgelegt, wenngleich der Zeitfaktor damals ein anderer war. Das wird mir in den Tagen hier doch sehr bewusst.“ Der Tag ist noch lange nicht zu Ende. 80 Kilometer schrubben die Alpinisten auf den edlen Specialized Bikes. Schnell, taleinwärts und um möglichst rasch im Hotel anzukommen. Nur ein Dusche, warmes Essen und vielleicht sogar ein Bier oder zwei. Elmar: „Vor dem allerletzten Anstieg gibt es Espresso und Mehlspeise. Futter für den Kopf. Im Ziel wartet eine Überraschung, die sich bei 26 Grad eingependelt hat. Der Pool des Wellnessbereichs verabschiedet sich morgen in die Winterpause und lässt uns in voller Bekleidung ins Wasser hüpfen.“ Die Muskeln entspannen sich. Die Motoren der fünf Tapferen fahren die Drehzahl nach unten. Alle versuchen in dieser Nacht die letzten Kräfte zu sammeln. | |
| DAY 3 - Sulden > Zernez (Ortler 3.905m) | ||
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| Schorsch arbeitet als Sales & Product Manager bei Dynafit, war jahrelang Mitglied der Skitour-Nationalmannschaft und fand in der dritten Etappe eine emotionale Mixtour aus Diskussionen, Enttäuschung, neuem Mut und einem packenden Finale. Der Ortler ist das Objekt der Begierde. Ein Berg, der an der 4000 Meter Grenze kratzt und der höchste Gipfel Südtirols ist. Der frühe Morgen ist kalt, die ersten Meter auf dem Bike tun weh. Die Muskeln suchen noch nach ihrer Aufgabe, weigern sich, wollen eigentlich wieder ins warme Hotel zurück. Doch die Fünf drücken die Pedale zielstrebig in Richtung des 3905 Meter hohen Riesen. Schorsch: „Wir haben bereits zwei mächtige Tagesabschnitte hinter uns und wir wissen, dass die heutige Etappe eine besondere Herausforderung wird. Ich habe den Modus gewechselt. Es geht nur noch um Essen, Trinken, Energie und den Drang vorwärts zu kommen. Immer wieder, in regelmäßigen Abständen wandern die Finger zum Rucksack, greifen sich einen Energieriegel. Knapp 10000 Kalorien pro Tag müssen in unsere Körper und ich kann das süße, klebrige Zeugs nicht mehr sehen, geschweige denn in den Magen würgen. Irgendwann verliere ich sogar den Blick für die Umgebung. Nur nach oben kommen – möglichst schnell.“ Der Aufstieg zum Ortler verläuft zunächst wie geplant. Die fünf Dynafit Athleten rasen mit ihren Bikes bis zum Ortsausgang in Sulden, legen die High-Tech-Maschinen ab und verwandeln sich zu Alpine Runnern. Sie wuchten sich in Einerreihe und kraftvollem Stockeinsatz dem Gipfel entgegen. |
Die Truppe kommt schnell voran und das Material muss unter Vollbelastung und bei extremen Temperatur -und Witterungsschwankungen zeigen was es kann. Für Schorsch ist die X4 Tour eine Chance die Produkte im Entwicklungsstadium weiter zu verbessern: „Wir finden wirklich einige neue Dinge die stören, keinen Sinn machen oder schlicht überflüssig sind und einem möglichst geringen Gewicht nur im Weg stehen. Wir haben viel Zeit über diese Dinge zu diskutieren und Fehler selbst zu erfahren. So etwas geht, wenn das Hobby der Beruf ist, oder eben andersrum.“ Die Alpen machen keinen Sommerurlaub. Sie sind launisch, herzlich, warm und verbittert und eisig. An diesem Oktobertag ist der Ortler ungnädig und verweigert den Freunden das ersehnte Gipfelglück.Schorsch: „Irgendwann ist Schluss. Eigentlich gehen wir schon viel zu weit. Als wir mit Steigeisen unter den neuen Dynafit-Trailschuhen in tiefem Neuschnee das Risiko nicht mehr kalkulieren können, beschließen wir einstimmig umzukehren. Es ist eine kurze Diskussion. Die Vernunft siegt. Niemand stellt das Urteil in Frage.“ Der Weg nach unten wird zu einer stummen Veranstaltung. Jeder trägt den Abbruch mit sich selbst. Es ist eine Niederlage die alle Fünf akzeptieren. Schorsch: „Es gibt keine Zeit um lange in Selbstmitleid zu versinken, denn die Etappe ist ja noch lange nicht vorbei. Wir haben noch einen langen Weg auf den Bikes vor uns. Der Ofenpass wartet und Pete hängt wieder vorne im Wind und bolzt tief über dem Lenker gebückt Tempo.“ 1500 Höhenmeter Paßstraße. Die Gruppe zersprengt und die Körper und Geister sind längst müde. Nur noch das Tagesziel erreichen, nur essen und dann in die Federn. Das Material wurde heute voll beansprucht. Das Abenteuer X4 ist längt zu einer echten Prüfung geworden. | |
| DAY 4 - Zernez > Morteratsch (Piz Palü 3.901m) | ||
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| Es hat nicht bis zum vierten Tag gedauert bis Javier gemerkt hat, daß dieser Trip etwas ganz besonderes und magisches ist. Der Spanier ist Nationaltrainer der Jugend der spanischen Skibergsteiger und seine Kaderathleten machen ihm seit langem genau das vor was in den Tagen der X4 Sache passiert – sie verbinden verschiedene alpine Sportarten, weil es total normal für sie ist und die Berge einfach da sind. Javier leidet. Er kämpft. Die gestrige Etappe hat seine Erkältung in einen Zustand verwandelt der nicht weiß, ob er heiss oder eiskalt sein soll. Fieber, Schwäche und noch eine kleine Ewigkeit vom Glück entfernt. Javi: „Meine Freunde kümmern sich um mich. Auf dem Bike nehmen sie mich immer schützend in die Mitte. Ich habe ständig ein Hinterrad vor mir. Das hilft sehr. Ein Teil dieser Gruppe zu sein, gibt mir Energie. Ich pushe mich ans Limit.“ Als die Dynafit Männer dem Gipfel des Piz Palü auf 3901 Meter Höhe näher kommen, den Gletscher erreichen, verändert sich der Zustand des Spaniers plötzlich. Er wechselt in sein Element, er tritt in sein gefühltes Wohnzimmer ein. Javi: „Home sweet home, die hohen Berge sind voll mein Ding. Dort fühle ich mich sicher und aufgehoben. Ich bin zwar leidenschaftlicher Trailrunner und Mountainbiker, aber das sind nicht meine stärksten Disziplinen.“ Schon am Vorabend dieses letzen Tages war klar – dieser finale Abschnitt wird nicht nur ein Abschied von einem großen, einmaligen Abenteuer, sondern auch die vollendete Kombination aus dem was Dynafit liebt. Die vielen Stunden auf dem Bike und in den Runningschuhen werden heute durch eine perfekte Skiabfahrt abgerundet. Die Bedingungen sind super. Ein wunderschöner Tag, ein schneebedeckter Gletscher und Gipfel. Der Aufstieg ist trickreich, der Gletscher hat viele Spalten. |
Die letzten Reserven werden mobilisiert und Javi beisst die Zähne mit spanischem Ehrgeiz zusammen. Irgendwann stehen die Kumpel dann ganz oben, grinsen sich an, umarmen sich, klatschen sich ab, wissen, daß dies der vierte und letzte Gipfel ist. Blauer Himmel. All das was hinter ihnen liegt ist nun sichtbar. Vor genau drei Tagen standen sie auf dem Gipfel der Zugspitze und betrachteten mit einem surrealen Gefühl was noch vor ihnen lag. Schorsch, Javi, Bene und Pete stehen nach wenigen Minuten schon wieder zur Abfahrt bereit – Sahnekuchen, Belohnung. Nur Elmar tanzt aus der Reihe. Der Österreicher stürzt als Paraglider wagemutig vom Berg und betrachtet seine Kollegen in Sekundenschnelle aus der Vogelperspektive. Javi: „Wir haben schon etwas Angst um Elmar, aber er weiss was er tut. Mal sehen wer eher wieder bei den Bikes unten ist. Der Downhill ist fantastisch. Als Rennläufer weiß ich, dass man auch die Abfahrt sehr ernst nehmen muss. Zweimal gehen wir das Risiko ein und springen. Die Spalten sind groß und tief, wir schnallen die Ski ab, nehmen Anlauf und hoffen daß es gut geht.“ Elmar ist schneller. Die letzten Meter bis ins Hotel werden zur Triumphfahrt. Javi ist platt, hat alles aus sich rausgeholt. Mit Fieber und ausgezehrtem Körper erreicht er euphorisch das Ziel. Er wird für die kommenden drei Wochen außer Gefecht sein. Javi hat überzogen, aber gefinisht, obwohl sein Körper nicht wollte. So richtig vorbei ist das Abenteuer X4 jedoch nicht. Die Sportler mutieren noch im Hotel zu ihrem zweiten Ich: Als Dynafit Manager, nehmen sie Stift, Papier und Notebook zur Hand und wechseln vom Leistungssport zur Produktverbesserung. |